Weltfrauentag 2026 im Mittelrhein Museum Koblenz
Einladung zum Ausstellungsgespräch
Bitte vormerken!
Am 08. März findet um 15 Uhr ein besonderes Event in Koblenz statt. Anlässlich des diesjährigen Weltfrauentages laden wir in Kooperation mit dem Zonta Club Koblenz und dem Mittelrhein Museum Koblenz zum Ausstellungsgespräch ein. Das Thema: Das Schaffen von Bertha Falckenberg (1867 – 1951).
Spannend ist der Bezug der Künstlerin zu unserer Stadt: Bertha Falckenberg wuchs als Tochter des Bankdirektors der Mittelrheinischen Bank in Koblenz auf und besuchte die „Höhere Evangelische Töchterschule“, das heutige Hilda-Gymnasium.
Auf der Webseite des Musems heißt es:
"Im Alter von 12 Jahren begann sie selbstständig mit dem Zeichnen. Ab 1881 beschäftigte sie sich immer intensiver mit der Kunst. Aus dieser Zeit sind diverse Skizzenbücher, Zeichnungen sowie vereinzelte Aquarelle erhalten, in denen sie sich vorranging dem Portrait widmete. Besonders große Fortschritte in ihren Fähigkeiten sind ab 1885 erkennbar. Ihre Familie unterstützte sie aktiv in ihrem Bestreben Künstlerin zu werden. So konnte sich die junge Künstlerin im Wintersemester 1885/86 an der „École Supérieure des Beaux-Arts“ in Genf einschreiben. Mehr als ein Semester verbrachte sie dort allerdings nicht, denn in den folgenden Jahren nahm sie Unterricht in der privaten Malschule des Berliner Malers Karl Gussow (1843 – 1907). Daneben besuchte sie einige Kurse der Zeichen- und Malschule des „Vereins der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin“, der 1867 zur Unterstützung künstlerisch ambitionierter Frauen gegründet worden war. An einer deutschen Akademie konnte sich Falckenberg nämlich nicht einschreiben, da Frauen zu diesem Zeitpunkt der Zugang zu den Staatlichen Kunstschulen verwehrt blieb. So musste auch sie auf Privatunterricht bei angesehenen Malern oder ins Ausland ausweichen. Dennoch fühlte sich Bertha Falckenberg bei ihrer Rückkehr aus Berlin 1888 ausreichend gerüstet, um in Koblenz als selbstständige Porträtistin zu bestehen. Viele Bildnisse aus dieser Zeit zeugen von ihrer Schaffenskraft und ihren Fähigkeiten. Ihr Malstil orientierte sich an dem der berühmten Künstler des gründerzeitlichen Realismus der 1880er Jahre."
(Quelle: Mittelrhein Museum Koblenz)
Wer kommt, erfährt viel über die Künstlerin, aber auch über das Deutschland des späten 19. Jahrhunderts. Es lohnt sich also doppelt! Und sogar dreifach, denn:
Der Besuch dieser Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste. Herzliche Einladung!
Beitragsbild: Bertha Falckenberg l Selbstportrait in rotem Kleid und mit Malutensilien (Detail) l 1887 l Bildrecht und Repro: MRM
